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Saphir

geb. 05/2020, männlich


Sehbehinderung, Epilepsie

Bitte von Anfragen absehen.

Dieser Schützling ist bis zu seinem Lebensende auf einem Pflegeplatz untergebracht.
Das Tierheim Dechanthof übernimmt allfällige Kosten für dieses Tier und freut sich daher über jeden einzelnen Paten.
Er ist auch schon 1,5 Jahre bei der Pflegemama und wird auch noch länger hier bleiben. Er ist erst 3,5 Jahre alt, hat aber leider einige Baustellen. Einerseits hat er zu kleine Augen und sieht auch sehr schlecht; ähnlich, als wenn man durch Milchglas schaut. Das stört ihn allerdings fast nicht, da er sich schon sehr gut in der Wohnung auskennt und bei vielen Dingen nach dem Gehör geht, zum Beispiel beim Fliegen fangen. Er ist der beste Jäger, den ich kenne. Kaum ist die Fliege in der Wohnung, ist sie auch schon wieder weg. Beim Spielen verwendet die Pflegemami bei Saphir immer Bälle oder Angeln mit Geräuschen, z.B. mit einer Glocke dran oder so. Das funktioniert bei ihm ganz toll.
Sein größeres Problem ist aber leider die Epilepsie. Ursprünglich wurde er bei der Vorbesitzerin leider gar nicht behandelt, weshalb es zu ganz starken Anfällen kam. Infolgedessen kam er dann wieder zurück ins Tierheim. Im Dechanthof bekam er dann zum Glück Medikamente, mit denen er diese typischen Anfälle nicht mehr hatte.
Bei uns daheim traten aber stattdessen täglich fokale Anfälle auf. Das heißt, er rennt mit seiner ganzen Kraft blitzschnell durch die Wohnung, jault und knurrt. Das sieht immer ganz wild aus. Er war deshalb schon öfter bei verschiedenen Tierärzten und musste diverse Untersuchungen machen (Kardiologe, Neurologe, MRT, Blutabnahmen…), was alles Dank euer Spenden finanziert wurde! Der Neurologe hat dann die Therapie immer wieder geändert bzw. die Dosis erhöht. Mittlerweile geht es ihm gut und die Anfälle sind nur mehr alle paar Wochen und nicht mehr so lang und intensiv wie zu Beginn. Der Neurologe meint, Saphir ist ein ganz schwieriger Fall und vermutlich werden wir diese fokalen Anfälle nicht ganz weg bekommen.
Nebenbei hat Saphir auch leichte Schwierigkeiten mit den Hinterbeinen. Der Neurologe meint, die Reaktionszeit ist verlangsamt. Das heißt, wenn Saphir z.B. auf den Kratzbaum klettert, finden die Hinterbeine oft erst etwas zu spät Halt. Aber damit kommt er gut klar, es sieht nur aus, als wäre er tollpatschig.
Im Großen und Ganzen geht es ihm aber sehr gut. Er bekommt alle 12 Stunden, jeweils um 7.30h und 19.30h seine Medikamente. Frauchen ist da sehr pflichtbewusst und richtet ihren ganzen Alltag nach Saphir. Es ist nämlich sehr wichtig, dass die Zeiten gewissenhaft eingehalten werden. Deshalb ist Saphir auch zu unserer Pflegemami gekommen, weil eine Vergabe unter diesen Voraussetzungen schwer möglich war.

Saphir musste in seinem bisherigen Leben Vieles erleben und ertragen. Bereits als Baby war er aufgrund eines angeborenen Defektes fast gänzlich blind, gemeinsam mit einem ebenfalls sehbehinderten Bruder fand er aber Menschen, die ihn ein Leben lang gut betreuen wollten. Leider entwickelte Saphir aber nach einigen Monaten Epilepsie, erhielt jedoch noch keine Medikamente dagegen. Als es dann zu stundenlangen Clusteranfällen kam, wurde Saphir beim Tierarzt fix abgegeben, da seinen Menschen die weitere Versorgung aus diversen Gründen nicht mehr möglich erschien. Aus seinem Zuhause gerissen, zeigte sich Saphir dort aber plötzlich hochaggressiv und unhändelbar. Der Tierarzt kontaktierte uns, da Saphir auch dort nicht mehr lange bleiben konnte.Für uns war klar: dieses Tier ist aus unserem Haus und wir nehmen es natürlich auch wieder in unsere Obhut! Saphir wurde von uns abgeholt und durch unsere Tierärztin auf die Epilepsie-Therapie eingestellt. Ab da stellte sich sofort eine Besserung ein, der nötige Phenobarbital-Spiegel wurde nun erreicht, Saphir ist damit derzeit anfallsfrei, wie lange das anhält kann man aber nie sagen. Auch war er sofort wieder so, wie wir ihn kennen: lieb, freundlich, verschmust. Von Aggressionen keine Spur.Da Saphir aufgrund seiner Sehbehinderung und der Epilepsie keine Vermittlungschance hat, waren wir sehr erfreut, einen Dauerpflegeplatz für ihn gefunden zu haben. Wir sind sehr dankbar dafür, denn die Versorgung von Epileptikern ist eine wahre Herausforderung im Tierheim und über längere Zeit kaum möglich. Saphir fühlt sich auf seinem Pflegeplatz pudelwohl und ist endlich zum ersten Mal in seinem Leben „angekommen“. Für Saphir`s Futter-, Tierarzt- und Medikamentenkosten kommt das Tierheim weiter auf, um seine dauerhafte Betreuung zu unterstützen.

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